Neuer Meteorit in Polen gefunden (Oktober 2012)

In Polen wurde nördlich von Poznan ein 300 kg schwerer Meteorit mit Hilfe eines Detektors für elektromagnetische Anomalien aufgespürt und aus 2 Metern Tiefe aus dem Erdboden gegraben. Der Meteorit besteht zum größten Teil aus Eisen und Spuren von Nickel.

 

Dieses Fundstück ist damit das größte Meteoritenfragment, das jemals im Östlichen Europa gefunden wurde!

 

Wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein Bruchstück des Morasko Meteoriten, von dem immer wieder Fragmente in unterschiedlicher Größe mit einem bisherigen Gesamtgewicht von ca. 350 kg in der Umgebung von Poznan gefunden werden. Rund um Morasko wurde deshalb 1976 rund um 7 Meteoriten Krater das 55 Hektar große Morasko Meteoriten Reservat eingerichtet.

 

Das erste Bruchstück des Morasko Meteoriten  wurde am 12. November 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in der Nähe des Dorfes Morasko, etwa 10 km nördlich Poznań in Polen entdeckt.

 

Ein Einzelstück mit 92 kg befindet sich im Geologischen Institut der Akademie der Wissenschaften in Warschau. Das bisher größte Einzelstück wurde 2006 gefunden und wiegt 164 kg.

 

Die Tümpel und Gruben der Umgebung wurden allerdings erst in den sechziger Jahren als Krater identifiziert, die bei dem Einschlag (Impakt) von Meteoroidenbruch- stücken entstanden sind. Das Streufeld besteht aus 8 Kratern von 5 bis 100 Metern Durchmesser.

 

Der Einschlag hat wahrscheinlich vor 5.000 Jahren stattgefunden. Damals raste ein massiver Himmelskörper über das heutige Polen hinweg und trat mit einer Geschwin- digkeit von 11.000 bis 18.000 km/h in die Erdatmosphäre ein, wobei der größte Teil in der Luft verdampfte. Ein ca. 200 t schweres Reststück zerbarst in geringer Höhe über dem Erdboden in einer großen Druckwelle.

 

Der ursprüngliche Meteoroid stammt aus dem Asteroidengürtel. Der meteoritische Rest wird als grober Oktaedrit der Gruppe IIICD klassifiziert. Chemische Zusammen- setzung: 92 % Eisen; 7 % Nickel; 500 ppm Germanium; 100 ppm Gallium; 1 ppm Iridium.

 

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