Infrarot-Fotografie - mit besonderer Hardware oder per Software gezaubert

Die Infrarot-Fotografie beschäftigt sich mit der Herstellung von Bildern unter Ausnutzung von Lichtwellenlängen, die länger als jene des sichtbaren Lichtes (Infrarotstrahlung) sind. Dabei werden zwei Anwendungsbereiche unterschieden:

 

  • Thermisches Infrarot (auch: Wärmestrahlung, fernes Infrarot), siehe Thermographie und
  • Infrarotstrahlung (energetisch) knapp unterhalb des sichtbaren Bereiches (Wellenlänge ab zirka 780 Nanometer)

 

Bei der Infrarot-, oder auch Falschfarben-Fotografie, wird auf folgende Effekte abgezielt:

 

  • Infrarote Wellenlängen werden in geringerem Ausmaß als das sichtbare Licht durch Dunst und Luftverunreinigungen gestreut, die Erkennbarkeit von Objekten trotz derartiger Sichtbeeinträchtigungen ist daher im infraroten Bereich besser als in jenem des sichtbaren Lichtes;
  • Die fotografierten Gegenstände weisen in diesen Bereichen andere Reflexionseigenschaften als das sichtbare Licht auf, damit können spezifische Materialeigenschaften erkannt werden (zum Beispiel Erkundung geschädigter Wälder);
  • Die Infrarotstrahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar, versteckte Aufnahmen mit nicht wahrnehmbarer künstlicher Beleuchtung sind möglich (Überwachung, Sicherheitsdienste, Militär, Naturbeobachtungen).

 

Im Zusammenhang mit der Infrarot-Fotografie sie auf den sog. "Wood-Effekt" verwiesen, ein Phänomen der Infrarotfotografie. Er ist benannt nach seinem Entdecker Robert Williams Wood (US-amerikanischer Physiker, Erstbeschreibung 1919).

 

Mit der Infrarot-Fotografie kann gerade bei Bäumen ein fast surrealer Effekt erzielt werden, da das Blattgrün im nahen Infrarot strahlend weiß erscheint. Chlorophyll ist im infraroten Bereich transparent ist und somit kann das Licht am in der Pflanze enthaltenen Wasser reflektiert werden. Zu einem kleinen Teil hängt der Effekt auch mit der Fluoreszenz des Chlorophylls zusammen, welches kurzwelliges Licht stark absorbiert und wellenlängenverschoben im Infraroten wieder abgibt.  Für Pflanzen ist dieser Effekt überlebenswichtig, da eine zu hohe Aufnahme der Infrarotstrahlung der Sonne zum Wärmetod führen würde.

 

"Near-infrared" (NIR): Infrarot-Effekt per Software  <->  Infrarot Effekt durch Filter

 

 

Die besten Zutaten für ein schönes Infrarot-Motiv:

  • viel Sonne
  • hoher Grünanteil im Foto: Bäume, Wald, Wiesen
  • und zum Kontrast: strahlendblauer Himmel, Wolken, Wasserflächen

 

Besitzt man die entsprechende Hardware, nimmt man 2 Fotos ohne Veränderung des Blickwinkels (Stativ!) auf:

  • eines in Farbe (mit hoher Farbsättigung) - ggf. als Belichtungsreihe wie bei HDR - und
  • eines mit Infrarot (IR) Filter
  • danach werden beide Fotos in der Nachbearbeitung (Gimp, Photoshop) als Ebenen übereinandergelegt. Über die Anpassung der Transparenz der Ebenen werden unterschiedliche Effekte erreicht.

 

Das weitere Vorgehen hat "PhotoEidolo" in seinem Beitrag Infrarot Digital Fotografie sehr gut beschrieben.

 

 

Links

 

Tipps & Tricks Software:

 

Download:

  • Plug-In Sammlung für Photoshop und Kompatible: Fotomatic 1.4. --> Pseudo-IR 

 

Tipps & Tricks Hardware (Filter):

 

Sonstiges:

 

Buchtipp:

 

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