Kunstfertige Fotografen und andere "Licht-Künstler"

Eine Sammlung von professionellen Fotografen, die mir (rein subjektiv) aufgefallen sind und die aus meiner Sicht irgendwie "besonders" sind: sei es, dass sie besondere Motive oder besondere Techniken bevorzugen.

 

Diese Reihe wird fortgesetzt, wenn mir ein Fotograf besonders auffällt.

 

Liu Bolin (* 1973 Provinz Shandong, Volksrepublik China) - "the Invisible Man" oder auch "the Human Chameleon" - ist ein chinesischer Fotograf, Bildhauer und Performancekünstler.

 

Er passt sich durch Körperbemalung dem Bildhintergrund so an, dass er als Leinwand oder auch lebende Skulptur quasi eins mit dem Hintergrund wird. Seine Fotografien werden so zu Suchbildern.


Mit seinen Bildern fragt er, wo eigentlich heutzutage noch Platz für den einzelnen ist. "Ich habe viele Arbeiten gemacht, in denen es um Sehen und Nicht-Sehen geht", so Liu Bolin. "Ich will damit ausdrücken, dass viele Chinesen unfähig sind, eigenständig zu denken. Und trotzdem maßen sie sich an, andere Sichtweisen zu blockieren. Mit meiner Kunst will ich meine Meinung über solche Befehlsempfänger ausdrücken - und ihnen sagen: Denkt doch mal nach!"

 

homepage: Liu Bolin Art Studio


MyVideo: Galileo Bildgeschichte Liu Bolin: Der unsichtbare Mann


artnet.de Liu Bolin

wirtschaftsblatt.at: Künstler Liu Bolin: Chinesische Camouflage

 

Andreas Gursky (* 15. Januar 1955 in Leipzig) ist ein deutscher Fotograf.

Er fotografiert u. a. Landschaften, Architektur und Innenräume. Gursky fotografiert farbig, indem er die Farbe eher verhalten einsetzt und mit den technischen Möglichkeiten des Großformats eine hohe Präzision der Abbildung erreicht, mit dem Werkzeug computergestützter Bildbearbeitung jedoch in die Abbildung eingreift. So erzeugt er in zahlreichen Aufnahmen künstliche Wirkungen, die auf Montagen beruhen.

 

Er ist einer der weltweit erfolgreichsten zeitgenössischen Fotografen. Seine Fotografien erreichen auf dem internationalen Kunstmarkt Spitzenpreise. Die Fotografie Rhein II (1999) erzielte am 8. November 2011 bei Christie’s New York mit 4,3 Millionen Dollar (umgerechnet rund 3,19 Millionen Euro) einen Rekordwert, womit sie zeitweise zur teuersten Fotografie der Geschichte wurde. Zuvor hatte schon die Fotografie 99 cent (2001) am 10. Mai 2006 bei Sotheby’s 2,26 Millionen Dollar erzielt. Am 16. November desselben Jahres hatte ein anonymer Bieter für das 99 Cent II-Diptychon bei einer Auktion von Phillips de Pury & Company in New York 2,48 Millionen Dollar bezahlt. Im Februar 2007 war schließlich der Preis für einen Abzug dieses Motivs auf 3,3 Mio. US-Dollar gestiegen.

 

Gurskys Werke befinden sich im Besitz internationaler Museen und privater Sammlungen. Er wird von den Galerien Sprüth Magers, White Cube und Gagosian Gallery vertreten.

 

You Tube: Gursky, Fotograf - Dokumentarfilm (BR)


artnet.de: Andreas Gursky

goethe.de - Meet the Germany: Andreas Gursky: Fiktionen auf der Basis von Fakten

kulturport.de: Andreas Gursky – Fotokunst der Superlative


Amazon.de: Gursky Bücher

 

James Turrell (* 6. Mai 1943 in Los Angeles, Kalifornien): um es gleich vorweg zu nehmen, James Turrell ist kein Fotograf und trotzdem passt er - aus meiner Sicht - sehr gut auf diese Seite. James Turrell ist ein Land Art-Künstler, der insbesondere für seine faszinierenden Raum-Licht-Installationen bekannt geworden ist.

 

Turrell beschäftigt sich intensiv mit der Beziehung zwischen Licht und Raum – große Räume, in denen sich die Betrachter auf Sitzgelegenheiten an den Wänden niederlassen können und wo eine Öffnung in der Decke die Sicht auf den Himmel erlaubt. Seine Lichttunnel und Lichtprojektionen erzeugen Formen, die Masse und Gewicht zu haben scheinen, jedoch nur aus Licht bestehen. Diese Räume/Gebäude nennt er Skyspaces.

 

Absolut faszinierend ist sein noch unvollendetes Projekt "Roden Crater". In der Wüste von Arizona, nahe bei Flagstaff, entdeckte er auf der Suche nach einem geeigneten Gelände einen erloschenen Vulkankrater mit einer ovalen Caldera, umgeben von 400 Quadratkilometern Steppe. Turrell kaufte 1974 daraufhin das Gebiet und nannte es Roden Crater. Es wurde seine bekannteste und ambitionierteste Anlage. Er verwandelte den Vulkankegel durch Einbau unterirdischer Räume, Stollen und Schächte in ein Licht-Observatorium, das dem Betrachter erlauben soll, den Himmel und seine Phänomene, Licht, Sonne und Sterne in einer einzigartigen Weise zu erfahren. Die Installation (eigentlich ist es ein Monument) kann noch nicht besucht werden. Es wird einmal das größte Kunstwerk von Menschenhand sein.

 

Auch in Deutschland gibt es einige Installationen von James Turrell:

 

  • Wolfsburg: das Kunstmuseum Wolfsburg beinhaltet seine bislang größte begehbare Lichtinstallation in einem Museum (2010).
  • Unna: im Zentrum für Internationale Lichtkunst baute Turrell 2009 einen Skyspace. dort ist als In-situ-Installation auch White Space zu sehen. 
  • Friedrichshafen am Bodensee: Lichtinstallation für die Hauptfassade am Dornier-Museum (2009).
  • Bremen: in der Kunsthalle Bremen ist seine Lichtinstallation Above - Between - Below zu sehen (2011).
  • Mannheim: in der Kunsthalle Mannheim ist die erste permanente Außenlichtinstallation "Floating Windows" an einem deutschen Museum zu sehen.
  • und weil es die nächste Installation zu München ist: in Salzburg auf dem Mönchsberg (Museum der Moderne) befindet sich ein Skyspace in Form eines elliptischen Zyinders mit speziell entwickeltem Leuchtsystem. Der Skypace ist von 1/2 Stunde vor bis 1 1/2 Stunden nach Sonnenuntergang geöffnet. Weitere Öffnungszeiten nach Vereinbarung (+43 (0) 662 841000)

 

You Tube: James Turrell - Roden Crater 1/2

You Tube: James Turrell - Roden Crater 2/2

You Tube: James Turrell Skyspace: Light Reign

 

Facebook: James Turrell

 

James Turrell: Rendering for Aten Reign by Solomon R. Guggenheim Foundation (flickr, Forgemind ArchiMedia)
James Turrell: Rendering for Aten Reign by Solomon R. Guggenheim Foundation (flickr, Forgemind ArchiMedia)

Sandro Giordano inszeniert Unfälle - skuril und faszinierend gleichermaßen.

 

Die Idee ist ihm während seines letzten Urlaubs (2013) gekommen, als er einen Fahrradunfall hatte und sich dabei verletzte. Er hatte dabei einen Gegenstand in der Hand, den er nicht loslassen wollte. Hätte er ihn fallen gelassen, wäre der Unfall nicht passiert. Kurze Zeit später erzählte ihm ein Freund, dass er sich das Bein gebrochen habe, weil er verhindern wollte, dass sein Mobiltelefon von einem Felsen ins Wasser fiel.

 

Das machte ihn nachdenklich: "Wir leben in armseligen Zeiten, in denen uns materielle Dinge wichtiger geworden sind, als unser Wohlbefinden"...

 

Seither stellt er Szenen nach, in denen Personen das Opfer ihrer eigenen Besessenheit oder Neurosen wurden. Da gibt es jede Menge Leute, grotesk verrenkt und über Treppen, Autos, Bäume, Abgründe, etc. gelagert, die einen ihnen lieb gewonnenen Gegenstand nicht loslassen wollten... die Szenen sind nie blutig und auf eine perfide Weise komisch.

 

Instagramm: Sandro Giordano (_remmidemmi) mit einer Auswahl seiner Fotos

Facebook: Sandro Giordano - remmidemmi

 

Thierry Cohen: (* 1963) Sternenhimmel über Metropolen (Villes Éteintes: tolle Fotomontagen: Sternenhimmel auf dem exakt gleichen Breitengrad - oft in dunklen Wüsten - aufgenommen und als Hintergrund in Fotos von Großstädten eingeblendet (die Großstädte wurden oft tagsüber aufgenommen und in der Nachbearbeitung künstlich abgedunkelt): so würde der Sternenhimmel über Metropolen aussehen, wenn es keine Lichtverschmutzung durch künstliche Beleuchtung, Neonreklame etc. gäbe. Absolut faszinierend!!

 

designboom.com: photographs of darkened cities by thierry cohen

 

Das Buch dazu wird nicht sehr häufig (nur in Englischer Sprache!) und teilweise zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten. Das mit Abstand preisgünstigste Angebot habe ich bei der österreichischen Buchhandlung Lia Wolf gefunden: 41,20 EUR - bei Amazon ist das Buch bei verschiedenen Anbietern im Programm (jedoch nicht bei Amazon selbst). Dort kostet es zwischen 79,90 und 103 (!) EUR. Auf meinem Exemplar klebte ein Preisschild mit 54,95 $.

 

Michael Najjar: "first artist in space". Michael Najjar wurde am 31. Oktober 1966 in Landau geboren. Er lebt und arbeitet seit 1988 in Berlin.

 

Michael Najjar, der als visueller Futurist gilt, arbeitet mit den Medien Fotografie und Video. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf den Hauptkomponenten einer durch Computer- und Informationstechnologien gesteuerten Gesellschaft. Die Verbindung realistischer Elemente mit fiktiven Realitäten ist ein immer wiederkehrendes Merkmal seiner Arbeiten, die in thematisch fokussierten Werkgruppen zusammengefasst sind.

 

Mit seiner aktuellen Werkgruppe outer space (seit 2011) will Najjar in den Weltraum reisen. Najjar gehört zur Gruppe der „Pioneer Astronauts“ von Richard Bransons Unternehmen Virgin Galactic. Sein Flug mit dem SpaceShipTwo ist für 2014 geplant. Im Vorfeld wird sich Najjar selbst einem intensiven Raumfahrertraining im russischen Sternenstädtchen unterziehen. Jetflüge in die Stratosphäre, Zero-G-, Zentrifugal- und Spacewalktraining sowie Computersimulationen im Sojus-Raumschiff gehören zum Ausbildungsprogramm.

 

Am 30.06. und am 01.07.2014 unternahm Najjar 2 HALO Tandem Sprünge über dem West Tennessee Skydiving Center in den USA. HALO ist die Kurzform für "High Altitude Low Opening". Entwickelt wurde die Technik für Fallschirmsprünge durch die U.S. Air Force in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bisher haben nur 135 Zivilisten (Stand Juli 2014) einen HALO Tandem gewagt. Michael Najjar war der erste Künstler, der diesen Extremsprung aus 10.000 Metern Flughöhe, mit einer Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h und einem zweiminütigen freien Fall, wagte.

 

You Tube: HALO 30,000+ feet - Michael Najjar's jump with the Dragon


Der Flug mit Spaceship Two wird allerdings noch warten müssen, denn der Prototyp "VSS Enterprise" stürzte auf einem Testflug am 31.10.2014 über der Mojavi-Wüste in Kalifornien ab. Das Raumschiff zerbrach bei Schallgeschwindigkeit in 10 Kilometern Höhe. Der Co-Pilot verlor das Leben, der Pilot wurde schwer verletzt - Najjar war nicht an Bord.


Derzeit wird an einem weiteren Raumfahrzeug "VSS Voyager" gebaut, das Privatpersonen ab der ersten Hälfte 2015 an die Grenze zum Weltraum bringen soll. Über 800 Personen haben bereits Anzahlungen für den 250.000 Dollar teuren Flug geleistet.


Marko Korosec (storm chaser): Fotografie von Wetterphänomenen (Blitze, Stürme, Wolkenformationen...)

Sigurgeir Sigurjónsson, Naturfotograf  - ich liebe ihn für seine Islandbilder, die er in zahlreichen Fotobüchern veröffentlicht hat. Wie überhaupt Fotografen aus Island mit den wunderbaren Lichtverhältnissen auf der Insel (auch Polarlicht) spielen können.

Jim Brandenburg, Naturfotograf - ich liebe ihn für seine Wolfsbilder. Wunderschön auch sein Buch "Bruder Wolf: Das vergessene Versprechen". Der Wolf, der halb hinter dem Baum hervorlugt, bewacht bei uns das Treppenhaus :-)

Robert Vavra, Naturfotograf - bekannt für seine Pferdebilder, z.B. auch im Buch "Equus".

Andreas Feininger (* 27. Dezember 1906 in Paris; † 18. Februar 1999 in New York) war ein bedeutender Fotograf, Lehrer der Fotografie und Architekt im 20. Jahrhundert. Er ist Sohn des Malers Lyonel Feininger.


Bekannt ist er für seine schwarz-weiss Architekturfotografien und Städte-Aufnahmen mit Teleobjektiv und sehr langen Brennweiten, die die tatsächlichen Größenverhältnisse darstellen sowie seine durchstrukturierten Makroaufnahmen (siehe auch sein vergriffenes Buch "Structures of Nature"). Von ihm gibt es viele Bücher (Standardwerke, z.B. Die Hohe Schule der Fotografie) zur Bildkomposition und Fototechnik.

 

Sein Vater Lyonel Feininger unterrichtete an der Bauhaus-Hochschule und ist bekannt für seine abstrahiert kubistisch-zerklüfteten und überhöhten Architekturbilder (insbesondere auch Kirchen) in farbigen Lichtschleiern. Er selbst nannte seinen Stil "Prismaismus"

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