DPI - Dots per Inch

Gerade wenn Bilder online zur Verfügung gestellt werden, kommen immer wieder Anfragen, ob ein Foto in einem Artikel oder ähnliches verwendet werden darf. Oft wird man dann um das Foto in der Auflösung oder in der Qualität von 300 DPI/dpi (= dots per inch) gebeten.

 

Was bedeutet eigentlich die Auflösung 300 DPI? Warum gerade 300 DPI? Entspricht mein Foto überhaupt dieser Qualität, woran kann ich das erkennen oder wie kann ich sie ggf. erreichen? - Diese oder ähnliche Fragen können sich dann stellen... oder stellten sich zumindest mir, als ich erstmals eine derartige Anfrage bekam :-)

 

Schon lange wollte ich diesem Thema eine Seite widmen - da jetzt eine Anfrage per Mail kam, habe ich mich (endlich) aufgerafft und versuche nachfolgend einige Erklärungen.

 

Der DPI-Wert (dots per inch) ist mit dem Druck verbunden. Es ist also die Anzahl von Druckpunkten auf der Länge eines Inchs (= 2.54 cm) gemeint.

 

Eng damit verbunden sind die Begriffe "Pixel", "Pixel per inch" (PPI) und Auflösung, auf die ich nachfolgend ein wenig eingehen möchte.

 

Weitere Themen sind:

  • Wie errechnet sich der Wert DPI?
  • Wie bearbeite ich ein Foto entsprechend?
  • Warum immer die 300 DPI?

 

Pixel und Pixel per Inch (PPI)

"Pixel" ist ein Kunstwort aus den Abkürzungen der englischen Wörter pictures (umgangssprachlich verkürzt „pix“) und element und wird oft mit "px" abgekürzt.

 

Mit Pixel (oder Bildpunkt oder Bildelement) werden die einzelnen Farbwerte einer digitalen Rastergrafik bezeichnet sowie die zur Erfassung oder Darstellung eines Farbwerts nötigen Flächenelemente bei einem Bildsensor beziehungsweise Bildschirm mit Rasteransteuerung. Jedes Pixel repräsentiert eine Farbinformation, die sich aus einem roten, einem grünen und einem blauen Bestandteil zusammensetzt. Damit kann jeder einzelne Pixel je nach Produkt (Sensor/Lichtquelle) Farbwerte von 1 Bit (2 Farben) bis 48 Bit (280 Billionen Farben) annehmen.

 

Pixel haben keine bestimmte Größe, d.h. die Größe eines Pixels hängt vom Gerät (z.B. Display, Monitor, Beamer, Scanner) ab, dabei sind die folgenden Werte z.B. bei einem Display ausschlaggebend: Pixel in der Breite, Pixel in der Höhe und Bilddiagonale in Zoll

 

Beispiele:

10 Zoll: 1280 x 800 = 159,94 Pixel per Inch (PPI)

12 Zoll: 1280 x 800 = 125,79 PPI

15 Zoll: 1280 x 800 = 100,63 PPI

 

--> die Größe eines Pixels hängt bei gleicher Auflösung (1280 x 800) von der Größe der Fläche (10 Zoll, 12, Zoll, etc.) ab, je kleiner die Fläche (10 Zoll) desto gedrängter und kleiner die Pixel, desto schärfer das Bild...

 

Oder aber: bei der gleichen Fläche (siehe unten: 1 Inch im Quadrat) und bei höherer Auflösung (siehe unten: 10 x 10 vs. 20 x 20) wird das Bild schärfer.

 

10 ppi
10 ppi
20ppi
20ppi

Innerhalb eines Gerätes oder einer Auflösung sind aber die die Pixel per Inch immer gleich groß (ganz anders als bei den DPI, wie wir gleich sehen werden).

 

Bild-/Druckauflösung

Mit dem Begriff "Auflösung" wird einerseits die Größe eine Bildes (z.B.: ein Foto hat 4896 x 3672 pixel im Format 4:3 =17.978.112 pixel = 18 Megapixel) bezeichnet und andererseits die Anzahl, mit wievielen Bildpunkten pro Zentimeter (oder Zoll = Inch) ein Foto auf eine Oberfläche (z.B. Display --> PPI, Papier (Drucker) --> DPI) projiziert wird.

 

Die Maßeinheiten ppi und dpi sind also ein Maß für die Detailgenauigkeit einer gerasterten visuellen Darstellung. Ein anderer Begriff, die "Punktdichte" bei der Bildreproduktion, ist damit einer der Qualitätsaspekte des technischen Wiedergabeverfahrens. Punktdichten werden beim Drucken im Vierfarbdruck, bei einer gerasterten Bildabtastung, z.B. mittels Scanner oder bei einer Bildschirmwiedergabe angegeben.

 

Dots per Inch (DPI)

Um ein digitales Pixel in einen farbigen Bildpunkt auf Papier umzusetzen, braucht der Drucker durch das Raster-Druckverfahren eine Menge Pünktchen = Dots (DPI/dpi – dots per inch). Dots können im Unterschied zu den PPI ihre Größe, je nach Farbcharakter und Farbintensität ändern. PPI-Pixelfarben müssen durch mehrere DPI-Punkte erzeugt werden --> DPI- und PPI-Werte sind also unabhängig voneinander! Ein 1200 DPI Drucker mit einer 6x6 Matrix kann z.B. nur 200 PPI-Pixel darstellen.

 

Aber auch hier gilt: je höher die Auflösung eines Druckers, desto feiner werden die einzelnen Druckpunkte, um so besser wird das Abbild und umso intensiver wird die Farbe des Bildpixels wiedergegeben.

 

DPI einstellen in der Bildbearbeitung

Bei der Bildbearbeitung macht die alleinige Angabe von DPI/PPI keinen Sinn. Der DPI/PPI Wert muss immer im Zusammenhang mit der gewünschten Bildgröße (Breite, Höhe) in cm/Inch/Zoll angegeben werden. Aus diesen drei Werten kann dann die Mindestgröße des digitalen Bildes in Pixel berechnet werden.

 

Um z.B für ein Foto der Größe 4896 x 3672 pixel (= 18 MP) einen Ausdruck mit 300 DPI erreichen zu können, ist die Größe für den Ausdruck folgendermaßen zu berechnen:

 

Breite:  4896 (pixel) : 300 (DPI) = 16,32 inch x 2,54 = 41,45 cm und

Höhe:   3672 (pixel) : 300 (DPI) = 12,24 inch x 2,54 = 31,09 cm

--> 2,54 ist die Umrechnungszahl für inch in cm.


Diese Berechnungen (es kann die gewünschte DPI-Zahl angegeben werden) sowie die notwendigen Bildanpassungen führen nahezu alle Bildbearbeitungs-Programme unter der Menüoption „Bildgröße“ (Photoshop) oder "Bildgröße ändern“ automatisch durch.

 

Achtung: Die dpi-Angaben, die in den Bildeigenschaften oder auch in Bildbearbeitungsprogrammen häufig angegeben werden z.B. 72 DPI, 180 DPI, etc., haben keinerlei Aussagekraft und verwirren eigentlich nur. Denn die DPI-Zahl hängt immer mit der Druckgröße zusammen und sagt nichts über die Qualität/Auflösung eines Bildes aus. Es ist nur eine messbare Einheit für den Drucker. Man kann den DPI-Wert heraufsetzen, wenn man das Format des Bildes verkleinert...

 

Beim Ausdruck werden immer die vorhandenen Pixel (in meinem Beispiel: 4896 x 3672 Pixel) auf der Druckfläche verteilt. Ist die Druckfläche (das Druckformat) groß, so werden die Pixel auf dem großen Bogen Papier auseinandergezogen, um die größere Fläche füllen zu können (das Bild erscheint gerasterter, die Farbe wird verwaschen und die Schärfe geht verloren). Ist die Druckfläche kleiner, so kann die gleiche Anzahl von Pixel zusammenrücken und das Bild wirkt weniger gerastert und wird knackig scharf... Je mehr Pixel desto größer kann der Ausdruck werden.

 

Warum immer 300 DPI?

Eine Druckqualität von 300 DPI macht immer dann Sinn, wenn das Druckerzeugnis im normalen Leseabstand (ca. 30 cm) betrachtet wird. Das normalsichtige Auge kann aus dieser Entfernung zwei Bildpunkte nur dann unterscheiden, wenn sie mindestens 0,087 mm voneinander entfernt sind.

 

In einen Inch 2,54 cm = 25,4 mm passen die o.g. 0,087 mm insgesamt 291,95 Mal hinein: 25,4/0.087 = 291 -->  daher kommen die (nach oben gerundeten) 300 DPI!

 

Sobald sich aber der Sichtabstand vergrößert, z.B. wird ein Bildposter (DIN A2) an der Wand im Normalfall aus mindestens 1 Meter Entfernung betrachtet, kann auch die DPI-Zahl gesenkt werden. Hier genügt gemäß einer Faustformel (siehe Link unten) eine Druckauflösung von 100 DPI.

 

Im oben genannten Beispiel

4896 / 100 (DPI) = 48,96 inch x 2,54 = 124,36 cm

3672 / 100 (DPI) = 36,72 inch x 2,54 =   93,27 cm

 

Siehe auch safer-print.com: 

In Auflösung begriffen oder: Wie viel dpi* brauchen Druckdaten wirklich?

 

 

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