Brennweite und Zoom

 

 

Übrigens: Die Idee zu diesem Artikel entstammt einer Zuschrift, die ich leider wegen eines Fehlers in der Mail-Adresse nicht direkt beantworten konnte...

 

Inhalt:

 

Was ist die Brennweite?

Wie hängt Brennweite und Zoom miteinander zusammen?

Wie errechnet sich der Zoomfaktor einer Kamera?

 

 

Was ist die Brennweite?

Mit der Brennweite legt man fest, wie groß der Ausschnitt der Umgebung sein soll, der in dem künftigen Bild festgehalten wird.

 

Je größer die Brennweite, umso größer der Zoom (= Tele-Einstellung), desto enger wird der Bildwinkel und somit der Bildausschnitt. In anderen Worten: mit zunehmen- der Brennweite wird der abgebildete Abschnitt kleiner und nimmt der Vergrößerungs- faktor zu.

 

In der Praxis bezeichnet man ein ca. 50-mm-Objektiv als Normalobjektiv, weil es in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges (46°) entspricht.

 

Objektive unterhalb von 50 mm bezeichnet man als Weitwinkelobjektive. Der Name verrät schon, dass der Blickwinkel hier groß bis sehr groß ist. Man sieht also auf dem aufgenommenen Foto mehr, als man selbst in der Lage wäre, ins Auge zu fassen, ohne den Kopf zu bewegen. Die Panasonic tz (Traveller-Zoom) hat mit 24 mm einen wirklich sehr guten Weitwinkelbereich (nicht zu vergleichen mit den 36 mm, die damals bei der analogen Fotografie gang und gäbe waren).

 

Unter 20 mm spricht man von Superweitwinkelobjektiven, es gibt sogar sogenannte Fisheye-Objektive, die einen Bildwinkel von 180 Grad besitzen und meistens ein kreisförmiges Bild produzieren.

 

Brennweiten oberhalb von 50 mm gehören zur Familie der Teleobjektive, Objektive ab 300 mm Brennweite werden Superteleobjektive genannt.

 

Die kompakte tz deckt also mit ihrer Brennweite zwischen 24 und 480 mm einen wirklich sehr ordentlichen Bereich ab!

 

Letztendlich geht es also beim Zoomen und bei der Vergrößerung in erster Linie darum, wieviel von einem Bildausschnitt auf den Chip gebannt wird.

 

 Prinzip eines Zoom-Objektivs, stark vereinfacht. Foto: Rainer Knäpper, Lizenz Freie Kunst (http://artlibre.org/licence/lal/de)
Prinzip eines Zoom-Objektivs, stark vereinfacht. Foto: Rainer Knäpper, Lizenz Freie Kunst (http://artlibre.org/licence/lal/de)

Die Änderung der Brenn- weite wird durch Ver- schiebung von Linsen- gruppen innerhalb des Objektivs erreicht.

 

Die einzelne Linse ganz links stellt das Grundobjektiv dar. Die drei weiteren Linsen bilden gemeinsam ein afokales System.

 

Als afokal bezeichnet man ein Linsensystem, das weder sammelnd noch zerstreuend wirkt.

 

Beim digitalen Zoom wird dagegen nichts an der Optik verändert, sondern es wird im Prinzip lediglich ein Teil des Originalbildes ausgeschnitten und mittels Interpolation auf die volle Größe gestreckt. Damit werden aber die vorhandenen Bildinformationen (Bildpunkte) nur auf eine größere Bildfläche verteilt und künstlich hochgerechnet - klar, dass es hier zu Einbußen kommt (= Bildrauschen). Die Interpolation gibt es übrigens in zwei verschiedenen Verfahren: Erzeugung von Bildinhalten zwischen verschiedenen Pixeln eines Bildes (Dichteinterpolation) und innerhalb einzelner Pixel (Farbinterpolation).

 

Jetzt gibt es bei der tz noch eine Besonderheit: den sog. i.Zoom.

 

Mit dem i.Zoom und der "intelligenten Resolution-Technologie" kann die optische Zoom-Vergrößerung auf das 2-fache der Original-Zoom-Vergrößerung erhöht werden. Das entspricht also, wie oben beschrieben, einer 40-fachen Vergrößerung mit einer Brennweite von 960 mm. Der i.Zoom ist zwar ebenfalls ein digitaler Zoom, die Beeinträchtigung der Bildqualität wird aber durch weitergehende Berechnung in der Kamera - eben die "intelligente Resolution-Technologie" - begrenzt. Mit dem i.Zoom werden damit deutlich bessere Ergebnisse erzielt, als mit dem normalen digitalen Zoom. Natürlich stimmen somit die o.g. 960 mm Brennweite nicht wirklich, weil ja nur "hoch gerechnet" und keine optische Verschiebung der Linsengruppe vorgenommen wird...

 

Ich habe übrigens im Bereich rund um die tz41 auch Ausführungen zu den unterschiedlichen Zoom-Arten der tz aufgenommen, mit entsprechenden Beispielsbildern: Panasonic-dmc-tz41/zoooooooom/

 

Wie hängt Brennweite und Zoom miteinander zusammen?

Von der Panasonic tz41 weiß man, wie oben schon gesagt, dass sie (wie auch die tz31) eine Brennweite von 24 - 480 mm hat.

 

Der Zoom-Faktor zeigt an, wie oft die Anfangsbrennweite in die Endbrennweite passt. Also: 480 / 24 = 20 --> die tz41 hat, wie auch von Panasonic angegeben, einen 20-fachen Zoom.

 

Daraus ergibt sich, dass ein Zoom-Faktor aber erstmal nichts über die Vergrößerung aussagt. Er ist vielmehr eine relative Angabe, bezogen auf das jeweilige Objektiv. Denn eine Kamera mit einem Objektiv mit einer Brennweite von 18–54 mm hat ebenso einen 3-fach Zoom wie eine Kamera mit einem Objektiv von 80 -240 mm. Natürlich ist aber die Vergrößerung bei 240 mm sehr viel stärker als bei 54 mm...

 

Die Brennweite der Panasonic tz (31/41) pro Zoom-Stufe errechnet sich ganz einfach folgendermaßen, siehe Tabelle:

 

Brennweite Zoomfaktor Brennweite Zoomfaktor

24

1 264 11
48 2 288 12
72 3 312 13
96 4 336 14
120 5 360 15
144 6 384 16
168 7 408 17
192 8 432 18
216 9 456 19
240 10 480 20
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